Förderboxen - nicht nur für die Schüler eine Bereicherung!
Geschafft! Die herausfordernden und lehrreichen Tage der Arbeit an unserem Förderprojekt in Kooperation mit der Mittelschule an der Knappertsbuschstraße und der Mittelschule an der Situlistraße in München ist beendet. Nachdem die Schüler der fünften Jahrgangsstufen drei Wochen lang ihren für sie individuell angepassten Lernboxen arbeiten durften, interessierte uns Studierende des zweiten Jahrgangs vor allem, wie das Projekt bei den Schülern und Lehrern der Münchner Schulen angekommen war.
Frau Danner, Förderlehrkraft der Mittelschule an der Knappertsbusch-straße, und Frau Kuen, Klassenlehrkraft der 5g, sowie Herr Rektor Mauser und die Klassenlehrerin der 5 g, Frau Maier, beide von der Mittelschule an der Situlistrasse in München, waren sofort bereit, unsere Fragen zu klären. Dazu besuchten sie uns im Dezember 2011 in unserem provisorischen und mittlerweile gemütlichen Container.

Nach einer kurzen Begrüßung des Institutsleiters, Herrn Institutsrektor Buckenleib, überreichten Frau Danner und Frau Kuen Kurs 2 B als Dank für die Mühe ein selbst gebasteltes Plakat der Klasse 5g. Die große „21“ - sie stand für die 21 Förderboxen - und die Unterschrift eines jeden Schülers machten uns stolz auf das vollbrachte Werk. Neben vielen hilfreichen Tipps und Anregungen sprachen uns die beiden erfahrenen Lehrerinnen Lob und Anerkennung aus. Die Lernboxen seien nicht nur kognitiv eine Bereicherung, sondern auch gut für die Seele eines jeden Schülers. „Ich wusste gar nicht, dass Lernen so viel Spaß machen kann“, war laut Frau Danner die Äußerung einer Schülerin. Auf die abschließende Frage von uns, ob die Zusammenarbeit wiederholt werden könnte, antwortete Frau Kuen mit einem Lächeln: „Ihre Förderbox ist eine sehr gute Erfindung! Gerne das ganze Jahr!“
Parallel dazu bestätigte Frau Maier in Kurs 2A, dass die persönliche Einführung in die Förderboxen in der 1:1 Situation vor Ort sich als sehr effektiv in Bezug auf den bevorstehenden Lernprozess der Schülerinnen und Schüler erwiesen hat. Das Prinzip der optimalen Passung (Jede Förderbox ist auf den individuellen Lernstand eines Schüler zugeschnitten) wurde erfüllt und trug entscheidend zur Motivierung und Selbsttätigkeit bei. Als besonderen Lerneffekt stellte Frau Meier die in den Boxen enthaltenen Selbstkontrollen heraus, da hierbei das Konzept „Fehler als Helfer“ erfolgreiche Anwendung bei den Schülerinnen und Schülern fand.
Die Vertreter beider Schulen würdigten unsere Arbeit, stellten sie als besondere Bereicherung für alle Beteiligten heraus und bedankten sich für die erfolgreiche Kooperation.
Einen schönen runden Abschluss fand die Veranstaltung mit den Worten von Herrn Mauser: „Schauen Sie nicht auf die Minute … Kinder brauchen Ihre Zeit!“
(T. Schrödinger, K. Gjosev, M. Pfeifhofer)
Eine gelungene Kooperation gab es zwischen dem Staatsinstitut zur Ausbildung von Förderlehrern in Freising und der Hauptschule Riemerling
im Fachbereich Lernbeobachtung und Förderplanung.
Wir bedanken uns bei Herrn Rektor Spreng, Frau Berberich (FöLin) und Frau Keil-Vollmer (Lin) für die gewinnbringende Zusammenarbeit im ersten Halbjahr 2009/2010.
In einer fünften Klasse wurden Lernstandserhebung in Mathematik und Deutsch durchgeführt. Die Ergebnisse fanden ihren Weg ins Staatsinstitut, wo die Studierenden des zweiten Ausbildungsjahres zunächst die Erhebungsbögen auswerteten und die Fehler analysierten. Den Ergebnissen entsprechend wurden Fördermöglichkeiten entwickelt und für jeden Schüler ein individueller Förderplan mit den dazugehörigen Lernmaterialien erstellt.
Das gesamte Material wurde nun der HS Riemerling überstellt, damit die individuelle Förderung durchgeführt werden konnte. Einige der Studierenden konnten sich im Zuge ihres Praktikums an der Umsetzung beteiligen.
Nach einigen Wochen der Förderung erstellten wir eine Lernzielkontrolle mit ähnlichen Aufgabentypen und werteten auch diese aus, um Auskunft über die Wirkung der Förder-maßnahmen zu erhalten.
Zum Abschluss des Projekts besuchten uns Frau Keil-Vollmer und Frau Berberich am Staatsinstitut, um uns Rückmeldung über unsere Arbeit zu geben. Dabei stellten sie uns auch die Feedbackbögen der Schülerinnen und Schüler zu unserer Arbeit vor.
Dieses Pilotprojekt wurde von uns Studierenden mit Begeisterung angenommen, denn damit hatten wir die Gelegenheit, die theoretischen Inhalte mehrerer Fächer miteinander zu verknüpfen und in die Praxis umzusetzen. Überdies ergab sich die Möglichkeit zu sehen, wo wir an unsere Grenzen stoßen, aber auch die Erfolge zu erleben, die unsere Arbeit mit sich bringt.