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Philosophieren mit Kindern am Staatsinstitut 2016/2017

 Cogito ergo sum - Ich denke, also bin ich. Oder bin ich, weil ich denke? Warum denke ich? Und wer bin ich denn eigentlich? Diese Fragen trieben nicht nur die alten Philosophen wie Descartes um, sondern sind auch in der heutigen Zeit immer noch aktuell und spannend.

Wir - Danny Beiser, Natascha Boser, Nadine Hankeln, Alina Katzmann, Lilly Pfeiffer, Leonie Scheibitz, Judith Specht, Julia Wackerbauer und Martin Zach - haben uns der Herausforderung gestellt und wagten uns an die Fragen der Philosophie heran, denn das Staatsinstitut - Abteilung II Freising ermöglichte uns die Zusatzausbildung „Philosophieren mit Kindern“.

Über ein Jahr erlernten wir sowohl die Techniken der Gesprächsführung einer philosophischen Runde als auch andere theoretische Hintergründe. Sich selbst zu erproben und eigene Erfahrungen zu sammeln, war ein fester Bestandteil der Ausbildung.

Anhand spannender Themen wie „Was ist Glück?“, „Egoismus - Fluch oder Segen?“ oder „Was bewirken Vorurteile?“ lernten wir Studierende uns gegenseitig näher kennen, sprachen über verschiedene Sichtweisen und Werte und erlebten, wie das Philosophieren den Gruppenzusammenhalt und die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflusst.

Im Praktikum durften einige von uns erste Erfahrungen mit „Kinder Philosophieren“ an Grund- und Mittelschulen sammeln. Dabei konnte man beobachten, wie sehr die Schüler vom Philosophieren profitieren, indem sie über Gefühle sprechen und wichtige Kompetenzen erwerben, wie beispielsweise das richtige und aktive Zuhören.

Das Philosophieren bietet eine ideale Gelegenheit, die Schüler einmal von einer anderen Seite zu betrachten, eine Seite, von der aus sie nicht bewertet, beurteilt oder benotet werden. Die Schüler nehmen diesen Freiraum gerne an und nutzen ihn für eine ungezwungene Gedankenentfaltung sowie intensive und horizonterweiternde Gespräche.

Philosophieren meint in gewisser Weise die Kunst, im richtigen Moment, die richtige Frage zu stellen, wodurch sie uns Lehrern hilft, uns zurückzunehmen und die Schüler dadurch in den Vordergrund treten zu lassen. Sie drückt sich zum Beispiel darin aus, einer „Warum“-Frage nicht mit einem Monolog zu begegnen, sondern mit der Rückfrage „Was denkst Du denn, warum etwas so ist?“ eigene Denkprozesse anzustoßen und Kinder zu ermutigen, den eigenen Verstand zu gebrauchen.

Somit stellt Philosophieren sowohl für Schüler als auch für Lehrer eine große Bereicherung dar.

Nachdem wir alle die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt hatten und somit ein Zertifikat erhielten, das uns zum Moderator für philosophische Gespräche auszeichnete, steht dem zukünftigen philosophischen Einsatz von Förderlehrern an den bayerischen Schulen nichts mehr im Wege.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Ausbilderinnen Evi Witt-Kruse und Ute Mangold sowie unserer Dozentin Manuela Jürgens, die uns stets tatkräftig unterstützte und diese Ausbildung für uns erst möglich machte.

 
 
 
 
 
Philosophieren mit Kindern
 
Das Staatsinstitut Abteilung II Freising ermöglicht den Studierenden die Zusatzausbildung „Philosophieren mit Kindern“.
Dieses Angebot, wurde von zahlreichen Studierenden begeistert angenommen.

 
Über zwei Jahre erlernten wir die Techniken der Gesprächsführung einer philosophischen Runde und andere theoretische Hintergründe. Fester Bestandteil der Ausbildung war, auch selbst zu philosophieren. Über spannende Themen wie „Wer bin ich?“ „Schicksal oder Zufall?“ und „Was ist Glück?“ kamen wir Studierende uns gegenseitig näher,  sprachen über verschiedene Sichtweisen und Werte und erlebten wie das Philosophieren den Gruppenzusammenhalt und die Persönlichkeits-entwicklung positiv beeinflusst.
Im Praktikum durften einige von uns erste Erfahrungen mit dem „Kinder Philosophieren“ an Grund- und Hauptschulen sammeln. Dabei konnte man beobachten, wie sehr die Schüler vom Philosophieren profitieren, indem sie sich und andere besser kennen lernen, über Gefühle sprechen und wichtige Kompetenzen erwerben, wie beispielsweise das richtige Zuhören.
Nachdem wir alle die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt haben und somit ein Zertifikat erhielten, das uns zum Moderator für philosophische Gespräche ernennt, steht dem zukünftigen philosophischen Einsatz von Förderlehrern an den bayerischen Schulen nichts mehr im Wege.
Wir bedanken uns bei der Leitung der „Akademie Kinder philosophieren“, Frau Wiesheu, sowie unseren Ausbilderinnen Frau Witt-Kruse und Frau Zeitler.
©Pia Schumm
 
 

Kinder philosophieren – 

erster Kurs erhält Zertifikate

 

Seit 2009 arbeiten die „Akademie Kinder philosophieren“ und das Staatsinstitut modellhaft in der Lehrerbildung zusammen. Dabei können Studierende zusätzlich und freiwillig zu ihrer sonstigen Ausbildung einen Grundkurs und einen zertifizierten Aufbaukurs (mit Abschlussprüfung) belegen.

Während am Grundkurs alle Studierenden im Kurs 3 teilgenommen haben, absolvierte nur ein Teil den Aufbaukurs. Nach abgelegter Prüfung konnten nun die Leiterin der „Akademie Kinder philosophieren“, Frau Roswitha Wiesheu, und ihre Mitarbeiterin, Frau Katarina Zeitler, die ersten Zertifikate aushändigen.

Die Studierenden waren nicht nur glücklich über die geleistete Arbeit, sie sind vor allem überzeugt davon, dass sie Kinder und Jugendliche damit weiter in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und für das Lernen weiter öffnen können.

Der Leiter des Staatsinstituts, Bernd Buckenleib, beglückwünschte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bedankte sich sehr herzlich beim Team um Frau Wiesheu, das den ganzheitlichen Ausbildungsauftrag seit 2008 mit gemeinsamer Vorplanung und Durchführung so wertvoll unterstützt. Mit besonderer Freude konnte er dabei noch feststellen, dass auf Grund der Ergebnisse einer Evaluation durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München die Kurse auch in Zukunft möglich sein werden. Die Nachfrage durch die Studierenden sei dabei so groß, dass leider noch nicht alle in den Genuss der Zusatzausbildung kommen könnten.

Frau Wiesheu dankte für die konstruktive Zusammenarbeit und überreichte als besonderes Zeichen der Verbundenheit eine erste Auszeichnung, den Phil-Oscar, für den Modellstandort Staatsinstitut Freising.

Alle Beteiligten freuen sich auf das kommende Zusammenwirken.